HPV-Impfung schützt vor Krebs


Gefährliche Impfmüdigkeit

Krankenschwester impft asiatisches Mädchen in den Oberarm.
mauritius images / Prostock-studio / Alamy / Alamy Stock Photos

Die HPV-Impfung kann Krebs verhindern - nachweislich. Umso unverständlicher ist es, dass aktuellen Daten zufolge immer weniger Kinder und Jugendliche gegen HPV geimpft werden. Das muss sich ändern, fordern Kinderärzt*innen.

Krebs und Genitalwarzen

Humane Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet, fast jeder sexuell aktive Mensch infiziert sich mindestens einmal im Leben damit. Die Viren dringen durch kleine Risse oder Verletzungen in die Schleimhaut ein und vermehren sich dort im Inneren der Zellen. Manche Typen der HPV-Familie sind krebserregend, andere verursachen nur harmlose, aber lästige Genitalwarzen.

Die Impfung gegen das Humane Papillomavirus (HPV) schützt effektiv vor Infektionen mit den häufigsten krebserregenden HP-Virus-Typen. Dadurch werden bei Frauen Gebärmutterhalskrebs, Anal-, Scheiden- und Vulvakarzinome und bei Männern Peniskarzinome verhindert. Außerdem können geimpfte Personen das Virus nicht mehr übertragen. Das bedeutet, dass auch ungeimpfte Sexualpartner*innen indirekt vor Krebs geschützt werden, die Infektionskette unterbrochen wird.

Impfschutz vor dem ersten Verkehr

Der Impfschutz hält nach derzeitigem Kenntnisstand mindestens sieben bis zwölf Jahre an. Wichtig ist, dass die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt – also vor der ersten Möglichkeit, sich mit einem HP-Virus anzustecken. Die STIKO empfiehlt sie deshalb Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Inzwischen werden jedoch immer weniger Kinder gegen HPV geimpft. Massiv eingebrochen ist die Impfrate an zum Ende der Corona-Pandemie, wie Versichertendaten der BARMER zeigen: 2022 waren nur noch 60 % der 14-jährigen Mädchen vollständig gegen HPV geimpft, das bedeutet 37 % weniger als im Rekordjahr 2015.

Weit entfernt vom Impfziel der WHO

Kinderärzt*innen sind die ersten Ansprechpartner für die Impfung. Ihr Ziel ist, der WHO-Empfehlung entsprechend 90% der Mädchen gegen HPV zu impfen. Davon ist man allerdings noch weit entfernt. Sie fordern Kampagnen und Schulimpfprogramme, geplant ist auch eine Praxis-App mit automatisierten Impfinformationen.

Die Akzeptanz für die Impfung müsse dringend erhöht werden, unterstrich auch der BARMER-Chef Christoph Straub. Denn das HP-Virus ist für die Hälfte aller virusbedingten bösartigen Tumoren und für fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Die Impfung kann Krebserkrankungen und Todesfälle verhindern – das sollte man Eltern und Erziehungsberechtigten immer wieder deutlich machen.

Quellen: Ärztezeitung

Unsere Partnerapotheke

Apotheke zwischen den Kirchen
Hattinger Straße 794
44879 Bochum
Tel.: 0234/49 41 87

 

Apotheken App

Die ApothekenApp jetzt gratis installieren





 

Einkaufsvorteile sichern


Mehr erfahen

Mehr erfahren

News

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Mit dem Baby schwimmen
Mit dem Baby schwimmen

Löst Chlorwasser Asthma aus?

Der frühe Kontakt mit Wasser macht schon den Kleinsten Freunde, nimmt Ängste und fördert die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dennoch könnte der Aufenthalt im gechlorten Wasser auch Nachteile haben. Die Fachwelt diskutiert, ob Babyschwimmen im Kindesalter Asthma begünstigt.   mehr

Weniger Lust auf Alkohol
Weniger Lust auf Alkohol

Weitere Wirkung von GLP-1-Agonisten

GLP-1-Agonisten werden zur Therapie von Typ-1-Diabetes und Übergewicht eingesetzt. Dabei haben sie offenbar einen gesunden Nebeneffekt: Sie senken die Lust auf Alkohol.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren
Fortuna-Apotheke Dombrowski Apotheken Betriebs OHG
Inhaber Sven Dombrowski & Lars Dombrowski
Telefon 0234/93 88 80
Fax 0234/9 38 88 28
E-Mail service@fortuna-apotheke-bochum.de